Unsere gesamte Arbeit fördert die Fähigkeiten, die das Kind im Hinblick auf seine spätere Einschulung benötigt. Dies bedeutet nicht, dass die Förderung erst im letzten Jahr vor der Einschulung stattfindet. Die Entwicklung und Förderung des Kindes erfolgt in kleinen Schritten und beginnt mit dem Eintritt in den Kindergarten.
Dazu gehört, neben all unseren anderen Zielen, eine intensive Sprachförderung, die den Kindern hilft, mit Eintritt in die Grundschule, vor einer größeren Gruppe frei zu erzählen, anhand von Bildern eine kleine Geschichte zu erfinden, einem Sachverhalt der berichtet wird zu folgen, kleine Aufträge zu behalten und auszuführen.
Die Feinmotorik wird während der gesamten Kindergartenzeit stufenweise gefördert, so dass das angehende Schulkind normalerweise die entsprechenden Grundlage zum Schreibenlernen besitzt.
Mathematische Grundlagen erlangt das Kind durch Spiele, bei denen Mengen erfasst, geordnet und sortiert werden müssen.

Viele Eltern sorgen sich um die Zukunft ihrer Kinder, denn nur wer leistungsfähig ist, kann in unserer Gesellschaft bestehen.

 

Auch im offenen Konzept ist es das Ziel, dass die Kinder in ihrem Leben erfolgreich werden. Sie sollen zu starken, sozialen Persönlichkeiten werden, die mit großer Selbständigkeit auf neue Situationen zugehen können.

 

Im offenen Konzept ist uns wichtig, dass die Kinder Lust am Lernen haben. Also im Spiel neue Fähigkeiten und Erkenntnisse erlangen. Denn Kinder sind neugierig auf die Welt und offen für alle möglichen Lernerfahrungen.

 

Dazu besuchen die Kinder im letzten Jahr verschiedene Institutionen in der Umgebung um das Gesichtsfeld auch nach außen zu öffnen.

 

Natürlich wünschen sich die Erzieher/innen, dass die Kinder auch wichtige sensomotorische Fähigkeiten erwerben die zum Schrifterwerb erforderlich sind. Dieses Können erwerben sie fast nebenbei, wenn sie die vielen Möglichkeiten im offenen Kindergarten für sich ausschöpfen. Das schließt jedoch nicht aus, dass einzelne Kinder von der Erzieher/in gezielt zu einem „Angebot“ eingeladen werden. Das ist dann angebracht, wenn Kinder sich aus verschiedenen Gründen nicht ausreichend in einem Bereich erproben.

 

Folgende Aktivitäten ergänzen das Angebot der Kinder im letzten Kindergartenjahr, in dem die Kinder in unserem Kindergarten als Pfiffikus bezeichnet werden:

  • Täglich führen wir mit den Kindern ein Programm bei dem die Phonologische Bewusstheit gefördert wird, den so genannten „Ohrenkönig“ durch. Dieses Programm ist erwiesenermaßen sehr gut dazu geeignet, die Hörfähigkeit in Bezug auf Laute zu stärken und erleichtert dadurch besonders den Start des Lesen - und Schreibenlernens. Das Programm wird von 2 Erzieherinnen durchgeführt.
  • Den Kindern steht im letzten Jahr ein eigens dafür eingerichteter Raum, das „Panama“ zur Verfügung, in dem sie in den dafür vorgesehenen „Briefkästen“ regelmäßig Aufgabenblätter vorfinden, die besonders die feinmotorischen Fähigkeiten fördern. Eine Erzieherin kümmert sich speziell um die Betreuung der Pfiffikusse.
  • Hier gibt es auch einen Computer mit verschiedenen Lernspielen, der für einen beschränkten Zeitraum von den Kindern genutzt werden darf.

Grundsätzlich ist die gesamte Kindergartenzeit immer auch Vorschularbeit, sie wird im letzten Jahr aber noch durch zusätzliche Angebote für die Ältesten ergänzt.